![]() | ||||
| • Hauptseite ~ main page | • Sammlung ~ collection | • FAQ | • Kontakt ~ contact | |
|
Im Rahmen meines Lubor-Fiedler-Projekts habe ich einige seiner Erfindungen exakt nach seinen Angaben gebaut und ausprobiert. Dabei ergaben sich auch einzelne Aktualisierungen und Weiterentwicklungen. In der Zeitschrift Magie habe ich begonnen, manche dieser Kunststücke vorzustellen. english (Magie 7/25, Seite 442) Lubor Fiedler läßt grüßen!Mein Manuskript „Lubor Fiedler's Wunderspiegel“ kam im Mai 2024 als Beilage zur österreichischen Zauberzeitschrift Aladin (Heft 1/24) heraus. Die Arbeit daran hatte ich direkt begonnen, nachdem mein dreiteiliges Fiedler-Projekt in der Magie (7/21, 8+9/21, 10/21) erschienen war, für welches ich ein Team hochkarätiger Kollegen gewinnen konnte: Reinhard Müller, Michael Hitzel, Tony Reisner, Hanno Rhomberg und Jens-Uwe Günzel beteiligten sich verdienstvollerweise als Co-Autoren an dieser Artikelserie, die Sie mittlerweile in voller Länge auch hier auf dieser Webseite lesen können. Detlef Hartung, der damals gerade die letzten Hefte der deutschsprachigen Fassung des Tarbell-Kurses produzierte, fand die Inhalte interessant. Als Bonus für seine Abonnenten gab er zusätzlich zu den herkömmlichen Tarbell-Lektionen noch völlig neue Hefte heraus über Persönlichkeiten in der Zauberkunst und regte an, eines davon Lubor Fiedler zu widmen. Im Herbst 2021 begann ich also, mir ein Konzept zu überlegen, wie man auf wenigen Seiten eine sinnvolle Mischung aus Biographie, Tricktechnik und Zaubertheorie unterbringen könnte. Unter Berücksichtigung sämtlicher vorhandener Quellen wählte ich nach ungefähr 18 Monaten Lubor Fiedler's „Beautiful Mirror of My Life“ (Genii 3/14) als verbindendes Motiv, um entscheidende Gedanken, beispielhafte Kunststücke und tatsächliche Begebenheiten zu einem einzigen Kaleidoskop zusammenzufassen, sodaß das gesamte Manuskript für sich selbst einen Fiedler'schen Wunderspiegel bildet. Inzwischen war Werner Liebig an mich herangetreten, der nach dem Tod des Bruders von Lubor Fiedler einen Koffer mit letzten Hinterlassenschaften übernommen hatte und nun einen Käufer suchte: Neben schriftlichen Konzepten für innovative Zauberkästen, Zauberbücher, Trickrequisiten und Werbeartikel befanden sich darunter vier private Notizbücher mit seitenlangen Beschreibungen und Skizzen aus der Hand von Lubor Fiedler. Werner Liebig gab mir die freundliche Erlaubnis, einige Seiten aus diesen Notizbüchern in meinem Wunderspiegel-Manuskript zu veröffentlichen, was das ganze Projekt entscheidend aufwertete, da diese Fiedler-Kunststücke auch Fachleuten bislang gänzlich unbekannt gewesen waren. Für ein Erscheinen im Rahmen der Tarbell-Hefte war es aber dann irgendwann zu spät. Mir war klar, daß es nur einen verhältnismäßig kleinen Markt für solche Manuskripte gibt und wenig Gelegenheiten, sie im Druck zu verbreiten. Daher setzte ich alles daran, bei dieser einen Gelegenheit möglichst alles richtig zu machen, und das dauerte bei einem notorisch langsamen Autor eben seine Zeit. Also erschien der „Wunderspiegel“ im Mai 2024 als Zeitschriftenbeilage, nachdem ich sowohl den Inhalt als auch die Gestaltung mehrfach komplett überarbeitet hatte, alle Fotos rausgeworfen, sogar die, die ich exklusiv von Mark Setteducati bekommen hatte, und dafür in das Layout einige Besonderheiten eingebaut, für die ich schon durch meine anderen Manuskripte bekannt war, z. B. „unsichtbare“ Bonus-Texte, nicht paginiert beschriftete Umschlaginnenseiten und passgenau verfassten Fließtext, der jede Seite bis auf die letzte Zeile füllt. Diese stilistischen „Gimmicks“ stellen meinen Versuch dar, für Lubor Fiedler über den Inhalt des Manuskripts hinaus auch eine formale Entsprechung zu finden. Kurz nachdem die Aladin-Abonnenten ihren „Wunderspiegel“ erhalten hatten, kam eine Welle von Nachfragen von internationalen Fiedler-Fans und Sammlern, die mich schließlich dazu bewegten, das Manuskript auch auf Englisch herauszubringen. Der große Erfolg hat mich vor allem deshalb sehr gefreut, weil er belegt, daß Lubor Fiedler immer noch zahlreiche Bewunderer hat, die sein Andenken pflegen. Die englische Fassung erschien im Sommer 2024 und wurde in der amerikanischen Zeitschrift Genii (1/25) begeistert empfohlen: „Dieses Manuskript ist ein wundervoller Leckerbissen, … leicht und schnell zu lesen und gleichzeitig so dicht an faszinierenden Ideen und persönlicher Geschichte, daß der Mann beinahe eher erfunden wirkt als echt.“ Aber natürlich braucht an Lubor Fiedler nichts hinzuerfunden zu werden, denn er ist in echt seit Jahrzehnten unglaublich faszinierend und eine bleibende Inspiration für alle, die sich mit seinem künstlerischen Vermächtnis beschäftigen. Wir wollen niemals damit aufhören, seine Verdienste in Erinnerung zu rufen. So danke ich von Herzen den Zauberfreunden Reinhard Müller, Michael Hitzel, Detlef Hartung, Michael Sondermeyer, Mark Setteducati, Dustin Stinnet, Jens-Uwe Günzel, Alfred Moser, Tony Reisner, Hanno Rhomberg und Werner Liebig für ihre wertvolle Unterstützung bei meinem Lubor-Fiedler-Projekt und dem „Wunderspiegel“ Zum launigen Schluss berichte ich Ihnen noch eine Anekdote aus der Welt des heutigen Zaubergerätehandels. Genauer gesagt, geht es dabei nicht um Geräte, sondern um Zauberliteratur, ganz konkret um die ldquo;Wunderspiegel“-Hefte, an denen man erkennt, daßmanche unserer Händler vor lauter Globalität auf deutschsprachige Zauberliteratur gar nicht mehr eingerichtet sind. Während natürlich jeder Endkunde „Lubor Fiedler's Wunderspiegel“ auf meiner Verkaufsseite bekommen kann (www.zauberfranz.at/shop), beziehen auch zahlreiche Zaubergeschäfte das Manuskript von mir zu Buchhandelskonditionen. Der englischsprachige Wunderspiegel heißt „Lubor Fiedler's Beautiful Mirror“ und wird sowohl von Penguin Magic als auch von Murphy's Magic international verkauft. Die Händler, die am Vertriebssystem von Murphy's Magic teilhaben, beziehen dort mit der Ware auch die Werbetexte, und wenn es deutschsprachige Händler sind, kommt eine „Intelligenz“ ins Spiel, welche die englische Produktbeschreibung automatisch wieder eindeutscht. So wird aus dem Beautiful Mirror statt eines Wunderspiegels ein fiktives drittes Produkt: „Lubor Fiedler's Schöner Spiegel“. Und geliefert wird den deutschsprachigen Kunden dann natürlich nicht das deutschsprachige Manuskript, sondern der Beautiful Mirror. Einer dieser Händler berichtete mir, daß er zwar diese Fassung erstaunlich wenig verkauft, möchte aber tapfer weiterhin statt des Wunderspiegels durchaus den Schönen Spiegel im Programm behalten. Solche Treue rührt mich dann auch ein bisschen. |